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Aktuelles für Sie:


Steigende Pollenbelastung

Auch dieses Frühjahr stellen sich viele vom Heuschnupfen Geplagte die Frage: Ist die Pollenbelastung stärker geworden?

Untersuchungen der Technischen Universität München haben wahrhaftig ergeben, dass die Pollenbelastung in Ballungszentren Europas stärker geworden ist. In den Städten ist das Klima wärmer und trockener. Es liegt eine höhere Luftverschmutzung vor, auch sind die Kohlendioxid- und Schadstoffwerte höher. Vermutet wird nun, dass der höhere Kohlendioxidgehalt das Pflanzenwachstum steigert und damit auch die Pollenproduktion. Die milderen Temperaturen sorgen zusätzlich für eine längere Pollenflugsaison.

Auch zugewanderte Pflanzenarten tragen zu einer Erhöhung des Allergierisikos bei. Ein Beispiel dafür ist Beifuß- Ambrosia. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Auch dort ist sie eine stark allergieauslösende Pflanze. Der Klimawandel und durch den internationalen Warenhandel verbreiten sich ursprünglich in Deutschland nicht beheimate Pflanzen. Diese blühen nun zusätzlich zur heimischen Pflanzenwelt.

Es sind also verschieden Ursachen, warum eine höhere Pollenbelastung stattfindet. Und somit ist auch nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen unter Heuschnupfen leiden.

Heuschnupfen erkennt man am heftigen Niesreiz und geröteten Augen. Auch der Juckreiz, eine laufende oder verstopfte Nase können Zeichen einer allergischen Reaktion sein. Die Langzeitfolge des unbehandelten Heuschnupfens kann allergisches Asthma sein. Hier erfolgt auf Grund der anhaltenden entzündlichen Prozesse ein so genannter ?Etagenwechsel?. Das heißt die allergischen Beschwerden breiten sich von der Nase in die Lunge aus.

Wenn Sie unter Heuschnupfen leiden, beraten wir Sie gern ausführlicher! Ihr Team der Burgaupark- und Goethe-Apotheke

Quelle: Literatur beim Verfasser


Husten ist ein Schutzreflex

Husten ist ein Warnsignal und ein Schutzreflex unseres Körpers. Dieser wird ausgelöst durch Rauch, Staub oder Krümel, auch Sodbrennen kann eine Ursache sein. Bei einer Erkältung kann die große Schleimmenge, welche zäh und klebrig auf den feinen Transporthärchen in den Bronchien liegt, die Ursache für den Hustenreiz sein. Die starken, plötzlichen Luftauströme der Lunge sollen helfen, Reiz auslösenden Substanzen herauszubefördern. Dabei werden spezielle Rezeptoren und zugehörige Nerven in den Atemwegen gereizt.

Manchmal reicht der Hustenreflex jedoch nicht aus und ein lang andauernder quälender Husten stellt sich ein.

Man unterscheidet den verschleimten Husten und den trockenen Husten.

Die verschleimte Phase ist im Grunde die produktive Phase, weil hierbei Krankheitserreger aus dem Körper entfernt werden. Es ist eine Selbstreinigung der Lunge. Manchmal hat man das Gefühl, dass der Schleim festsitzt. Diese Phase kann man mit Hustenlösern unterstützen. Efeu- und Thymianextrakte haben sich hierbei gut bewährt. Thymian hat zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung, denn oft sind die Atemwege auch leicht entzündet. Zusätzlich können ätherischen Ölen inhaliert werden.

Eine weitere Form des Hustens ist der trockene Husten, welcher keine großen Schleimmengen produziert. Oft tut dieser besonders weh. Man verspürt ein kratzendes oder kitzelndes Gefühl in Hals und Bronchien. Der trockene Husten kann aber auch andere Ursachen, zum Beispiel Allergien, oder chemische Reize, wie Zigarettenrauch, Staub oder trockene Luft, haben. Manche Arzneimittel lösen als Nebenwirkung solch einen Husten aus.

Der trockene Husten reizt die Atemwege sehr. Entzündete Atemwege können sich immer weiter entzünden, was sehr schmerzhaft wird. Deshalb beruhigt man diesen Husten mit chemischen Hustenstillern oder Medikamenten auf pflanzlicher Basis.

Bei einer Erkältung entwickelt sich aus dem trockenen Reizhusten häufig der verschleimte Husten.

Wichtig ist, dass auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (zwei bis drei Liter am Tag) geachtet wird. Erkältungstees, die Heiße Zitrone oder die Brühe können dabei für Abwechslung im Geschmack sorgen und gleichzeitig die Heilung unterstützen.

Gern beraten wir Sie in unserer Apotheke ausführlicher, Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Reiseapotheke packen und ab in die Sonne!

Mit Sicherheit ist Ihr Reiseziel für den Sommer schon festgelegt. Was im Groben an Bekleidung in den Koffer muss, ist nicht schwer. Zahnbürste ist auch klar und natürlich das Lieblingsspielzeug der Kinder darf nicht vergessen werden.

Aber was muss eigentlich alles in die Reiseapotheke rein? Schließlich will man den Urlaub im Falle einer eventuellen gesundheitlichen Einschränkung möglichst schnell wieder genießen können!

Gegen Halsschmerzen sollte man auf jeden Fall gewappnet sein. Gerade die trockene Luft durch Klimaanlagen im Flugzeug, im Bus und auch in Hotelzimmern ist ein absolutes Reizthema für Ihre Schleimhäute. Diese trocknen aus und können so keine Erkältungsviren mehr abwehren. Durch die trockene Luft schwillt die Nasenschleimhaut an. Also sollte ein abschwellendes Nasenspray mit in die Reisetasche. Hier kann man gut ein hypertones Meersalz verwenden.

Wer zur Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung neigt, sollte an schleimlösende Präparate in Tablettenform denken. Durch trockene Schleimhäute kann sich eventuell ein sehr unangenehmer trockener Reizhusten breit machen. Hustenreizstillende Lutschtabletten beruhigen ihn schnell. Liegt jedoch fest sitzender Schleim auf den Bronchien, sind schleimlösende Kapseln für unterwegs ideal, weil sie nur einmal am Tag (früh) eingenommen werden müssen. Die schleimlösende Wirkung verteilt sich jedoch gleichmäßig über den ganzen Tag.

Schmermittel sind wichtig. Gegen Kopf-, Rücken-, Knie- oder Zahnschmerzen eignet sich meist ein einziges Produkt. In unseren Apotheken werden wir Sie gern beraten, welches Schmerzmedikament für Sie ganz individuell das Richtige ist.

Fiebersenkende Mittel vor allem für Kinder, sollten nicht vergessen werden. Hier gibt es Zäpfen, Säfte und auch Lutschtabletten.

Ganz wichtig sind Mittel gegen Durchfall, Magenkrämpfe und Übelkeit! Bitte denken Sie daran, nicht nur die lästigen Symptome zu bekämpfen, sondern auch die Ursache zu behandeln. Dazu eignen sich Hefepilze, welche die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Loperamid schafft jedoch erst einmal schnelle Erleichterung und ist deshalb für unterwegs sehr gut.

Insekten scheinen im Urlaub gerade auf uns Thüringer zu warten! Also sollte ein den Juckreiz linderndes Gel in der Reiseapotheke nicht fehlen.

Sind Allergien bekannt, müssen Antiallergika mit ins Gepäck.

Haben Sie vor, Ihre Urlaubsregion zu Fuß genauer zu erkunden, denken Sie an Blasenpflaster.

Gegen Verstauchungen/Prellungen nehmen Sie ein Schmerzgel und eine stabilisierende Binde mit.

Um kleine Schürfwunden zu desinfizieren, eignet sich ein Wundspray am besten, weil es fast gar nicht brennt. Zum Abdecken der Wunde benötigt man noch eine sterile Kompresse und eine kleine Binde. Um das schnelle Abheilen zu unterstützten, hilft eine gute Wund- und Heilsalbe. Noch ein Pflaster-Mix aus verschieden Größen und das Verbandsset ist komplett.

Vergessen Sie auch nicht Ihre Dauermedikation, wie zum Beispiel Anti-Baby-Pille, Blutdruck-Tabletten, Schilddrüsenhormone oder ähnliches.

Haben Sie jetzt noch den passenden Sonnenschutz für Ihren Hauttyp, steht dem Traumurlaub nichts mehr im Weg.

Das ist Alles zu viel auf einmal? Gern stellen wir gemeinsam mit Ihnen Ihre auf Sie und Ihr Urlaubsziel abgestimmte Reiseapotheke zusammen. Eine Impfberatung führen wir auch durch!

Wir beraten Sie gern ausführlicher in unserer Apotheke. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Frühlingszeit - Heuschnupfenzeit

Endlich ist es wieder soweit, die ersten Frühjahrsblüher sind zu sehen.

Aber gerade im Frühjahr gibt es auch Schattenseiten, die im wahrsten Sinne des Wortes, zum Heulen sind! Dies können immer mehr vom Heuschnupfen- Geplagte beniesen.

In unseren Apotheken können Sie rezeptfreie Arzneimittel kaufen, die einer allergischen Reaktion entgegen wirken. Zum einen bietet sich Cromoglycinsäure zur Vorbeugung an. Mit ihr wird die Zelle stabiler gehalten und das Histamin kann nicht so stark aus der Zelle austreten. Cromoglycinsäure gibt es als Nasenspray oder als Augentropfen. Es muss regelmäßig und ca. vier Wochen bevor die allergiehervorrufenden Pollen fliegen, angewendet werden.

Im Akutfall können Sie mit Antihistaminika sofort Abhilfe schaffen. Diese Wirkstoffgruppe blockiert die Stelle, an der das Histamin andocken will. Antihistaminika gibt es in verschiedenen Varianten zum Einnehmen, aber auch zur lokalen Anwendung als Nasenspray oder Augentropfen.

Da die meisten Pollen über die Haut aufgenommen werden, ist es für Pollen-Allergiker ganz besonders wichtig ihre Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Sie sollten ein Schutzschild gegen Pollen aufbauen. Deswegen empfehlen wir Allergikern in dieser Zeit die Haare täglich zu waschen, sonst gelangen die Pollen mit ins Bett. Dabei ist gerade bei dem Duschgel auf ein hautfreundliches und rückfettendes Produkt zu achten. Um die Allergenbelastung zu senken, ist eine geeignete ph- freundliche Körperlotion ebenfalls von hoher Bedeutung.

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie noch mehr Tipps, dann schauen Sie bei uns vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Die Ananas

Die Ananas ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bromeliengewächse. Christoph Columbus entdeckte als erster Europäer die Ananas auf Guadeloupe.

Die süß-saftige Frucht enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, vor allem viel wichtiges Vitamin A und C sowie Vitamine des B-Komplexes. Sähe man ihr an, welche guten Stoffe sich in ihr verbergen, würden wir sie vermutlich öfter verzehren.

In der Ananas steckt außerdem das Enzym Bromelain, das die Eiweißspaltung und Fettverbrennung anregt.

Jede akute Entzündung ist ein komplexer Vorgang, der meist örtlich begrenzt bleibt und im Grunde als Schutzmaßnahme des Körpers zu sehen ist. Ein Problem entsteht, wenn der Körper es nicht mehr schafft, die Auslöser der Entzündung zu bekämpfen. Bromelain vermag in das Entzündungsgeschehen einzugreifen und die Reaktion wieder zu normalisieren. Das Enzym sorgt neben seiner antientzündlichen Wirkung auch dafür, dass etwaige Schwellungen abklingen.

Bei Ärzten und Sportlern ist Bromelain ein bewährtes Heilmittel bei Sportverletzungen, Prellungen und Schwellungen.

Sein Wirkbereich ist aber noch weitaus größer. Arthrose, Rheuma, Venen- und Gefäßleiden, Harnwegsinfekte, Nasennebenhöhlenentzündung und nach Zahnoperationen - bei allen diesen Beschwerden und Krankheitsbildern hat das Enzym der Ananas eine heilungsfördernde Wirkung.

Zur Gewinnung des Enzyms dient inzwischen der Stamm der Pflanze, denn der Enzymgehalt der Frucht ist nicht so hoch. Man müsste ca. 30 kg der Frucht verzehren, um eine Wirkung zu erzielen. Der Grund für die großen Mengen, liegt darin, dass ein Großteil des Bromelains durch die aggressive Magensäure zerstört wird.

Optimal in der Wirkung sind deshalb hochdosierte Bromelain- Präparate, die Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten. Diese Tabletten sind mit einem besonderen Überzug versehen, welcher den Wirkstoff vor der Magensäure schützt.

Wir beraten Sie gern ausführlicher und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Ingwer - mehr als ein Gewürz

Ingwer wird seit Jahrtausenden als wertvolles Gewürz und Heilmittel von verschiedenen Kulturen geschätzt und verwendet. Sein Name kommt vom indischen Wort für "hornartig" - singabera. Das scharfe Gewürz findet inzwischen auch in unseren Breiten einen stetig wachsenden Liebhaberkreis.

Zingiber officinale, wie die botanische Bezeichnung lautet, findet man in den Tropen und Subtropen vor. Sein verzweigt unter der Erde horizontal wachsender, ausdauernder Wurzelstock (Rhizom) dient als Überdauerungsorgan. Aus ihm bilden sich einjährige, über einen Meter hohe Triebe. Die Ingwer-Pflanze entwickelt zum Teil über 20 Zentimeter lange, schmale Blätter.

Der Geschmack des Ingwers wird als fruchtig-scharf oder leicht brennend beschrieben. Diese Schärfe kommt durch den Inhaltsstoff Gingerol. Interessant ist, dass sich daraus bei entsprechender Lagerung die schärfer schmeckenden Shogaole (shoga ist die japanische Bezeichnung für Ingwer) bilden. So schmeckt frischer Ingwer bei weitem nicht so scharf wie etwas länger gelagerter. Eine Überlagerung bewirkt jedoch den gegenteiligen Effekt. Durch das dabei vermehrt entstandene Zingeron, dem aber die erwünschte Schärfe fehlt, kommt es zur Qualitätsminderung. Weitere Inhaltsstoffe der Ingwer-Wurzel sind ätherische Öle, Harze, Harzsäuren, sowie Vitamin C und einige Mineralien. Der Ingwer ist ein fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und im indischen Ayurveda nicht weg zu denken. Auch in der westlichen Naturheilkunde wird er erfolgreich als Arzneipflanze eingesetzt. Ingwerwurzel weist eine antiemetische Wirkung auf. Das heißt zwei Gramm der getrockneten, pulverisierten Droge wirken nachweislich gegen Übelkeit (v.a. Reiseübelkeit), Erbrechen und Schwindel. Am besten eignen sich hier aber Fertigpräparate in Kapselform aus der Apotheke. Auch bei dyspeptischen Beschwerden wie Verdauungsschwäche, Blähungen und Koliken findet sie Anwendung. Die Magensaft-, Speichel- und Gallebildung sowie die Darmfunktion werden angeregt. Hier steht uns ätherisches Ingweröl zur Verfügung, welches sich sehr gut dosieren lässt.

In der traditionell chinesischen Medizin werden Ingwer wärmende Eigenschaften zugeschrieben. Somit wirkt ein frisch gebrühter Ingwertee bei beginnender Erkältung, welche durch Unterkühlung entstanden ist. Hierzu werden 2-3 hauchdünne Scheiben frischer Ingwerwurzel, oder ¼ Teelöffel getrockneten Ingwerpulvers mit kochendem Wasser übergossen und 5-10 Minuten ziehen gelassen. Sollte der Tee zu scharf schmecken, muss weniger Ingwer verwendet, bzw. die Ziehzeit verkürzt werden. Abgerundet wird diese Zubereitung mit einem Teelöffel Honig und etwas frisch gepresster Zitrone - perfekt wenn einem die Kälte so richtig in die Glieder gekrochen ist. Hat man bereits Fieber, sollte man Ingwer nicht mehr anwenden.

Wegen fehlender Studien sollten Schwangere keine höheren Dosen Ingwer zu sich nehmen. Auch Patienten mit bekanntem Gallensteinleiden sollten die Heilpflanze nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Lassen sie sich von der Kraft der Natur helfen. Wir Mitarbeiter der Goethe- und Burgaupark-Apotheke beraten Sie gern!


Johanniskraut für Psyche und Haut


Die Mistel - Magie und Heilung

Es ist die Weihnachtszeit in der uns die Mistel als Dekoration wohl am häufigsten begegnet. Ein von den Engländern gewohnter Brauch hat sich auch bei uns eingebürgert. Dieser besagt, dass ein Junggeselle seine Angebetete unter einem Mistelzweig - ohne zu fragen - küssen darf.

Die Engländer nannten die weißen Früchte daher "Kusskugel". Doch diese geheimnisvollen, kugeligen Halbschmarotzer haben mehr zu bieten.

Im Winterhalbjahr fallen uns die Misteln, die gern auf Apfelbäumen, Pappeln oder Eichen wachsen, besonders auf. Daher ist weniger bekannt, dass auch Nadelgehölze wie Tanne oder Kiefer ebenso zu den Wirtsbäumen gehören. Als Halbschmarotzer zapft die Mistel die Leitungsbahnen ihrer Wirtspflanze an und bezieht so Wasser und Nährsalze. Dabei betreibt sie aber - im Gegensatz zu Vollschmarotzern- selbst auch Photosynthese. Ihre immergrünen, ledrigen Blätter mit den weißen Beeren in der Blattachse bilden im Winter den erwähnten Schmuck. Die Beeren werden gern von Vögeln gefressen, vor allem von der Misteldrossel, die den Samen wieder ausscheidet und für die Verbreitung sorgt.

Schon seit Jahrtausenden wird die Laubholzmistel in der Heilkunde verwendet. In der griechischen Mythologie wurden ihr narkotisch- psychoaktive Eigenschaften zugeschrieben. Von dem Helden Äneas wird berichtet, dass er mit Hilfe der "Goldenen Zauberrute" Eintritt in die Unterwelt erwirkte. Für die Kelten war sie eine heilige und "alles-heilende" Pflanze, die von Druiden für rituelle Handlungen genutzt wurde. Im Mittelalter wurde sie unter anderen von Hildegard von Bingen als Heilmittel bei erfrorenen Gliedmaßen und bei Fallsucht erwähnt. Traditionell gilt die Mistel blutdrucksenkend. Mit der Einführung der anthroposophischen Medizin in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gewann sie an Bedeutung in der Krebsbehandlung. Rudolf Steiner verglich die Eigenart der Mistel, mit der des Krebsgeschwürs und bezog die Heilwirkung aus ihrer parasitären Wuchs- und Lebensform. Inzwischen haben Wissenschaftler die Inhaltsstoffe der Mistel genauer erforscht. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Mistel- Lektin. Es stimuliert natürliche Killerzellen zur Cytotoxizität. (Anmerkung! man könnte auch schreiben zu einem Gewebegift für Tumorzellen). Für die Therapie wird ein stark verdünnter Mistelextrakt unter die Haut gespritzt. Diverse Studien beschäftigten sich seither mit den mittlerweile standardisierten Mistelpräparaten Iscador und Lectinol. Als erwiesen gelten die Verbesserung der Lebensqualität und die gute Verträglichkeit.

Für alle diejenigen, die die Magie der Mistel testen möchten, sei der Kuss unter dem Mistelzweig zur Stimulation von Glückshormonen als das Mittel der 1.Wahl empfohlen.

Kommen Sie gut über die bevorstehenden Feiertage und gern wieder in unsere Goethe- und Burgaupark-Apotheke.

Renate Stöhr


Warum eigentlich Gesundheitsvorsorge?

Wir bieten an, den Blutdruck überprüfen zu lassen, berechnen Ihren BMI und können Ihnen für einen kleinen Obolus (5,00 ?) das Verhältnis von Körperfett und Muskelmasse ermitteln. Für 1 ? und einem kleinen Tropfen Blut aus dem Ringfinger bestimmen wir Ihnen, ob sich Ihr Blutzucker im grünen Bereich befindet. Für den Betrag ab 2,50 ? messen wir Ihnen ihren Gesamt- Cholesterinwert. Interessiert Sie die Ermittlung des im Detail aufgeschlüsselten Wertes (HDL; LDL und Triglyzeride) dann ist dies bei uns in der Apotheke auch möglich.

Jetzt fragen sich sicher Einige: Wozu überhaupt so eine Prozedur über sich ergehen lassen?! Das können wir Ihnen sagen! Erkennen wir ein Problem, ist das der erste Schritt, um es zu lösen! Ein hoher Bluttdruck beispielsweise oder ein schlechter Cholesterinwert verursacht erst einmal keine Beschwerden und wird so nicht erkannt, wenn Sie Ihre Werte nicht regelmäßig überprüfen lassen. Beides kann aber über kurz oder lang erhebliche Schäden anrichten. Die Blutgefäße halten auf Dauer einem zu hohen Druck nicht stand und das Herz wird überlastet. Sind die Blutfettwerte zu hoch, kann es zu Arterienverkalkung, die so genannte Arteriosklerose, kommen. Die Gefäße werden mit der Zeit immer enger und dies kann zu einem Blutgerinnsel führen. Genau um derartige Komplikationen rechzeitig zu erkennen, zu bekämpfen oder besser noch zu verhindern, sind wir das ganze Jahr für Sie da.

Mit den Werten können Sie Ihren Hausarzt konsultieren, der dann zeitnah eine Behandlung einleiten kann. Falls nötig, erfolgt eine Medikamenteneinstellung, um Ihr körperliches Wohlbefinden noch lange aufrecht zu erhalten. So können Sie das Leben weiterhin in vollen Zügen genießen.

Ist ein Ergebnis grenzwertig und damit noch nicht unbedingt medikamentös zu behandeln, können Sie viel mit angepasster Ernährung und der richtiger Bewegung erreichen. Auch gezielte Nahrungsergänzungsmittel haben positiven Einfluss. So ist zum Beispiel die Artischocke eine echte Hilfe bei erhöhten Cholesterinwerten. Sie unterstützt die Leber- und Gallentätigkeit, indem mehr "schlechtes" Cholesterin (LDL) durch das "gute" Cholesterin (HDL) abgebaut werden kann.

Da wir Ihnen Ihre Messergebnisse gern noch erläutern möchten, sollten Sie etwas Zeit mitbringen. Oder gar einen Termin vereinbaren. Bitte denken Sie auch daran, dass es notwendig ist, zwei Stunden vor einer Bluttzuckermessung nicht gegessen oder getrunken (außer Wasser) zu haben, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Schauen Sie bei uns in der Apotheke rein, wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Ginkgo - "...sind es zwei, die sich erlesen, dass man sie als eines kennt..."

Diese rätselhafte Beschreibung des Ginkgoblattes verfasste einst Goethe und brachte damit die Einzigartigkeit dieses Überlebenskünstlers zum Ausdruck. Über Jahrmillionen blieb der Ginkgobaum von der Evolution unberührt und präsentiert sich uns heute so, wie ihn schon die Dinosaurier vor ca. 100 Mio. Jahren gesehen haben. Seine fächerförmigen Blätter haben keine Mittelrippe. Die Blattnerven verlaufen parallel und sind gabelig verzweigt - ähnlich wie bei Farnen. Entwicklungsgeschichtlich stellt der Ginkgo-Baum ein Bindeglied zwischen den Farnen und den Koniferen dar. Er ist weder ein Laub-, noch ein Nadelbaum.

Der deutsche Forschungsreisende Engelbert Kaempfer nannte Ende des 17. Jahrhunderts das eigentümliche ostasiatische Gewächs "ginkyo" - für "Silberaprikose" (gin = Silber, kyo = Aprikose). Durch einen Druckfehler entstand daraus "Ginkgo". Diese Schreibweise behielt man jedoch bei und fügte die Artbezeichnung "biloba" dazu. Das bedeutet "zweilappig", womit die charakteristische Blattform beschrieben ist.

Vor etwa 30 Jahren entdeckte die moderne Medizin Substanzen in den Ginkgoblättern, die bislang in keiner anderen Pflanze gefunden wurden. Untersuchungen zeigten, dass die Blattextrakte die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Kleinste Kapillaren im Gehirn versorgen die Zellen dadurch besser mit Sauerstoff und Nährstoffen. Somit erklärt sich die Anwendung des Ginkgo-Extraktes bei Gedächtnisschwäche, arteriellen Durchblutungsstörungen, Schwindel oder Tinnitus. Studien haben belegt, dass sich mit der täglichen Einnahme von 120 bis 240 mg Ginkgo- Spezialextrakt die Konzentrationsfähigkeit bei Patienten mit Hirnleistungsstörungen und Demenzen verbessert. Auch berufstätige Probanden ab 45 Jahren, die durch ihre Arbeit stark gefordert sind, waren Dank Ginkgo besser konzentrations- und leistungsfähig.

Kennen Sie Ginkgobäume in Ihrer Umgebung? Auf einen zwanzigjährigen Ginkgobaum möchte ich Sie gerne neugierig machen. Er schmückt seit dem Umbau der Goethe- Apotheke 1990 deren Eingang und war damals ein Geschenk des Botanischen Gartens zur Wiedereröffnung. Er ist seitdem beachtlich heran gewachsen. Doch das besondere ist seine Krone. Sie macht der ehrwürdigen Stadtkirche St. Michael Konkurrenz. Eine Laune der Natur? Schauen Sie sich das Naturereignis einmal an. Am besten am 17.09.2010, wenn die Goethe-Apotheke ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, wozu wir Sie herzlich einladen.

Renate Stöhr


Reiseapotheke packen und ab in die Sonne!

Mit Sicherheit ist Ihr Reiseziel für den Sommer 2010 schon festgelegt. Was im Groben an Bekleidung in den Koffer muss, ist nicht schwer. Zahnbürste ist auch klar und natürlich das Lieblingsspielzeug der Kinder darf nicht vergessen werden.

Aber was muss eigentlich alles in die Reiseapotheke rein? Schließlich will man den Urlaub im Falle einer eventuellen gesundheitlichen Einschränkung möglichst schnell wieder genießen können!

Gegen Halsschmerzen sollte man auf jeden Fall gewappnet sein. Gerade die trockene Luft durch Klimaanlagen im Flugzeug, im Bus und auch in Hotelzimmern ist ein absolutes Reizthema für Ihre Schleimhäute. Diese trocknen aus und können so keine Erkältungsviren mehr abwehren. Durch die trockene Luft schwillt die Nasenschleimhaut an. Also sollte ein abschwellendes Nasenspray mit in die Reisetasche. Hier kann man gut ein hypertones Meersalz verwenden.

Wer zur Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung neigt, sollte an schleimlösende Präparate in Tablettenform denken. Durch trockene Schleimhäute kann sich eventuell ein sehr unangenehmer trockener Reizhusten breit machen. Hustenreizstillende Lutschtabletten beruhigen ihn schnell. Liegt jedoch fest sitzender Schleim auf den Bronchien, sind schleimlösende Kapseln für unterwegs ideal, weil sie nur einmal am Tag (früh) eingenommen werden müssen. Die schleimlösende Wirkung verteilt sich jedoch gleichmäßig über den ganzen Tag.

Schmermittel sind wichtig. Gegen Kopf-, Rücken-, Knie- oder Zahnschmerzen eignet sich meist ein einziges Produkt. In unseren Apotheken werden wir Sie gern beraten, welches Schmerzmedikament für Sie ganz individuell das Richtige ist.

Fiebersenkende Mittel vor allem für Kinder, sollten nicht vergessen werden. Hier gibt es Zäpfen, Säfte und auch Lutschtabletten.

Ganz wichtig sind Mittel gegen Durchfall, Magenkrämpfe und Übelkeit! Bitte denken Sie daran, nicht nur die lästigen Symptome zu bekämpfen, sondern auch die Ursache zu behandeln. Dazu eignen sich Hefepilze, welche die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Loperamid schafft jedoch erst einmal schnelle Erleichterung und ist deshalb für unterwegs sehr gut.

Insekten scheinen im Urlaub gerade auf uns Thüringer zu warten! Also sollte ein den Juckreiz linderndes Gel in der Reiseapotheke nicht fehlen.

Sind Allergien bekannt, müssen Antiallergika mit ins Gepäck.

Haben Sie vor, Ihre Urlaubsregion zu Fuß genauer zu erkunden, denken Sie an Blasenpflaster.

Gegen Verstauchungen/Prellungen nehmen Sie ein Schmerzgel und eine stabilisierende Binde mit.

Um kleine Schürfwunden zu desinfizieren, eignet sich ein Wundspray am besten, weil es fast gar nicht brennt. Zum Abdecken der Wunde benötigt man noch eine sterile Kompresse und eine kleine Binde. Um das schnelle Abheilen zu unterstützten, hilft eine gute Wund- und Heilsalbe. Noch ein Pflaster-Mix aus verschieden Größen und das Verbandsset ist komplett.

Vergessen Sie auch nicht Ihre Dauermedikation, wie zum Beispiel Anti-Baby-Pille, Blutdruck-Tabletten, Schilddrüsenhormone oder ähnliches.

Haben Sie jetzt noch den passenden Sonnenschutz für Ihren Hauttyp, steht dem Traumurlaub nichts mehr im Weg.

Das ist Alles zu viel auf einmal? Gern stellen wir gemeinsam mit Ihnen Ihre auf Sie und Ihr Urlaubsziel abgestimmte Reiseapotheke zusammen. Eine Impfberatung führen wir auch durch!

Wir beraten Sie gern ausführlicher in unserer Apotheke. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Frühling - Segen oder Fluch?

Es ist März und bis jetzt haben wir kaum etwas vom Frühlingsanfang bemerkt. Wir warten auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, auf das Vogelgezwitscher und die ersten blühenden Pflanzen, die uns zeigen, wie kraftvoll und schön das Wiederaufleben ist.

Doch über 20% der deutschen Bevölkerung sehen es ein wenig anders, denn mit dem beginnenden Wiedererwachen der Natur, fangen bei ihnen die Niesattacken, laufende Nasen, tränende und juckende Augen an. Auch atypische Beschwerden wie Halskratzen, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Durchfall gehören immer öfter zu den Begleitsymptomen. Die Rede ist von der allergischen Rhinitis und ein besonders häufiger Vertreter ist der Heuschnupfen, auf den ich in diesem Artikel näher eingehen werde.

Das Vorkommen des Heuschnupfens stieg in den letzten Jahren stetig und kann einen in jedem Alter ereilen. Die Zunahme der Allergien wird durch verstärkte, teilweise übertriebene, Hygiene sowie durch die stärkere Aggressivität der Pollen bedingt durch Schadstoffe und durch veränderte Lebensgewohnheiten erklärt.

Der Heuschnupfen startet mit einer Sensibilisierung gegenüber dem Allergen in diesem Fall ist es der Pollen, wobei noch keine Symptome beim Erstkontakt auftreten. Erst beim Zweitkontakt bemerkt man Krankheitszeichen an sich, die durch Mediatoren wie das Histamin ausgelöst werden.

Um das Leiden zu vermindern gibt es verschiedenste Therapieansätze, wie den Einsatz von Antihistaminika. Rezeptfreie Vertreter sind Loratadin und Cetirizin, diese blockieren die Histamin-Rezeptoren, wodurch allergische Reaktionen verhindert oder abgeschwächt werden. Zur lokalen Therapie gibt es die Cromoglycinsäure oder das Azelastin, welche vorbeugend eingesetzt werden und damit die überschießende Reaktion bei Allergenkontakt verhindern. Es sind auch einige Homöopathika wie Luffa operculata, Acidum formicicum und Galphimia glauca erhältlich, die sinnvoll angewendet werden können.

Wir beraten Sie gern ausführlicher in unserer Apotheke. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Jeannine von Kriegstein
PTA


Aromatherapie, Teil II - Soviel Düfte bietet die Natur

Der letzte Beitrag zu ätherischen Ölen informierte Sie zur Geschichte und zur Einteilung der Düfte in bestimmte Kategorien. Mit der heutigen Fortsetzung kommen wir zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten pflanzlicher Duftstoffe.

Eng verbunden mit den Sinneswahrnehmungen wie Riechen und Fühlen, ist auch der Einsatz von ätherischen Ölen. Betrachtet man das Riechen genauer, weiß man, dass es mit einem bewussten, tiefen Einatmen beginnt. Der Geruch wird wahrgenommen und man atmet langsam wieder aus. Allein dieses bewusste Atmen, ist für den Körper ein entspannender Vorgang. Nutzt man dabei zusätzlich die Wirkung ätherischer Öle, ist es für den Körper weitaus erquicklicher. Stellen Sie sich ein Großraumbüro vor, in welchem die Mitarbeiter am Bildschirm über staubigen Papieren sitzen. Die Luft ist verbraucht, der Arbeitseifer ebenso. Wie angenehm ist es dann, mit frischer Luft den müden Geist zu beleben. Hervorragende Unterstützung bietet hierbei eine Mischung aus Zitrone, Grapefruit oder Lemongras Die Anwendung kann über einen Duftstein, ein Raumspray oder ein spezielles Roll-on "Wach und Klar" erfolgen. Für Technikbegeisterte gibt es inzwischen auch eine duftverströmende Computermaus oder einen Aromastreamer, der die Öle in feinsten Teilchen im Raum vernebelt. Für die häusliche Umgebung wird jedoch immer noch die bewährte Aromalampe zur Beduftung bevorzugt.

Nach dem Riechen ist die Massage als Anwendung direkt auf der Haut zu erwähnen. Beim Liegen entspannt sich der Körper. Pflegende Basisöle, die sparsam dosierte ätherische Öle enthalten (1 Tropfen ätherisches Öl auf 10ml Basisöl) werden in die Haut einmassiert. Hierfür eignen sich besonders die Öle, die unsere Mitte (Herznote) ansprechen, wie Rose, Lavendel oder Jasmin. Doch auch bei medizinischen Einreibungen z.B. bei Bronchialkatarrhen, Muskel- u. Gelenkbeschwerden oder Kopfschmerzen werden ätherische Öle direkt auf die Haut gebracht. Praktisch ist die Anwendung auch als Roll- on, den man auf die betroffene Stelle, des Weiteren auf das Sonnengeflecht (Stelle unter dem Rippenbogen) und zuletzt auf die Fußsohlen aufträgt, in Anlehnung an die traditionelle chinesische Medizin.

Doch welchen Hochgenuss bietet das Eintauchen in ein warmes Bad. Wärme, Ruhe, Genießen des Duftes und vielleicht noch Kerzenschein sollen diesen Beitrag mit der wohligsten Anwendung abschließen. Ätherische Öle als Badezusätze werden vorher, der besseren Verteilung im Wasser wegen, mit emulgierenden Grundlagen gemischt. Hierfür eignen sich Milch, Sahne oder Honig. Danach steigen Sie wie Kleopatra aus dem Bade und sind allen Lebenslagen gewachsen.

Ich hoffe Sie sind neugierig auf unsere Produkte geworden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Aromatherapie - Soviel Düfte bietet die Natur

Jetzt im Winter, wenn die Pflanzenkräfte sich in Kälte und Schnee auf ein neues Erwachen vorbereiten, zehren wir Menschen von dem, was wir im Sommer ernten konnten. Das betrifft nicht nur unsere Ernährung mit Säften oder Wein, mit Marmeladen oder anderweitig konserviertem Obst, Gemüse und Kräutern.

Pflanzeninhaltsstoffe der besonderen Art sind ihre Duftstoffe. Als ätherische Öle in Blüten, Blättern, Schalen oder Hölzern gebildet, schützen sie die Pflanzen vor Hitze und Kälte oder vor Insekten und Parasiten. Doch nicht nur zum Schutz, sondern auch als Lockmittel zur Artenvermehrung dienen ihnen Duftstoffe.

Für uns Menschen bedeuten diese Düfte von alters her Wohlgefühl, Heilung und Entspannung. Vor etwa 5000 Jahren v. Chr. wurden aromatische Pflanzen kultiviert. Sie sind Bestandteil der Heilkunde für Salbungen und Einreibungen. Auch Tinkturen und Aufgüsse, Inhalationen und Bäder oder Kräuterelixiere werden verwendet.

Man gewinnt die kostbaren, leicht flüchtigen Stoffe zum einen durch Kaltpressung (z.B. alle Zitrusschalenöle) oder durch Wasserdampfdestillation. Hierbei entscheiden die Beschaffenheit der Pflanzen und die sorgfältige Gewinnung über die gute Qualität des ätherischen Öls. Reine natürliche Öle "docken" im Gegensatz zu synthetischen Ölen beim Riechen an der Riechschleimhaut in der Nase an und schicken ihre Botschaft direkt ins Gehirn. Dass Düfte schneller Erinnerungen und Gefühle wecken als Bilder oder Worte, hat vielleicht mancher von uns schon erfahren.

Diese Wirkung der Düfte im Körper erklärt auch ihre Einteilung in bestimmte Kategorien. Man unterscheidet die Basis-, Kopf- und Herznote. Zur Basisnote zählen aromatische Hölzer wie Sandel, Zeder, Zimt oder krautige Düfte wie Rosmarin, Minze und Eukalyptus. Für Frische und Inspiration sorgen die Düfte von Zitrone, Orange, Grapefruit und Lemongras. Sie charakterisieren die Kopfnote. Blütendüfte wie Rose, Geranie, Jasmin und Ylang-Ylang sprechen unsere Mitte, das Herz und Gefühlsleben, an. Diese Wirkung erklärt den Einsatz der Aromen in den verschiedenen Zubereitungen, die unsere Apotheke für Sie bereithält!

Freuen Sie sich auf die Produkte und informieren Sie sich direkt bei uns.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Sanddorn - die Vitamin C-Bombe aus unserer heimischen Natur

Nun ist wieder Erkältungszeit. Wir Menschen rücken in dieser kalten Jahreszeit wieder enger zusammen. Und so haben Bakterien und Viren nur kurze Übertragungswege. Häufiges Händewaschen hilft. Wie können wir aber unser Immunsystem stärken?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. In einer 14 Tage-Kur empfiehlt sich Echinacin. Dies regt unser Immunsystem zur Arbeit an. Auch die Einnahme von Zink ist sehr hilfreich. Zink ist ein wichtiger Bestandteil in den Zellen unserer Immunabwehr. Und natürlich die Einnahme von Vitaminen. Besonders das Vitamin C unterstützt unser Immunsystem.

Einen hohen Vitamin C-Gehalt besitzen, wie jeder weiß, Zitronen. Aber die Sanddornbeere ist mit der Hagebutte (siehe unser Artikel im September) unser einheimischer Vitaminspender. Sanddorn (lateinisch Hippophae rhamnoides) ist ein dorniger Strauch. Die gelb-orange-farbenen Früchte erscheinen von Anfang August bis in den Dezember hinein. Der Vitamingehalt der Beeren kann zwischen 200 bis 900 mg pro 100 Gramm Beeren variieren. Der durchschnittliche Vitamin-C-Gehalt von Zitronen und Orangen beträgt 50 mg bei 100 Gramm Fruchtmenge! Außerdem enthalten Sanddornbeeren Beta-Carotin, Gerbstoffe und Pflanzenöle. Das Sanddornöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren.

Die Ernte der Beeren ist jedoch nicht so einfach: der Strauch ist sehr dornig und die Beeren zerquetschen leicht. Auch brauch ein Sanddornstrauch etwa sechs Jahre bis er erstmalig trägt. So ist Sanddorn ein relativ teurer Rohstoff.

Die Produktpalette ist heute breit. Es gibt Säfte, Tees, Bonbon, Obstwein und Liköre. Das Sanddornöl wird auch für Hautpflegeprodukte genommen. Hier nutzt man die antioxidative Wirkung der Vitamine: sie Verlangsamen den Alterungsprozess der Haut. Es wirkt gleichzeitig schmerzlindernd und entzündungshemmend. Somit ist das Öl ein gutes Wundheilmittel bei Dekubitus, Verbrennungen, Sonnenbrand oder entzündlicher Akne. Auch auf Schleimhäute darf man es auftragen.

Kommen Sie gesund durch die Erkältungszeit! Wir beraten Sie gern ausführlicher!

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Johanniskraut - ein bisschen Licht für die dunkle Jahreszeit

Johanniskraut (lat. Hypericum perforatum) ist eine Pflanze, die typisch in der Mitte des Sommers auffällt. Ihren Namen hat sie vom Johanni-Tag am 24. Juni. Um diesen Tag öffnet sie ihre leuchtend-gelben Blüten, die an Wegrändern, Böschungen oder auf Schüttplätzen erstrahlen.

In der Landwirtschaft gilt sie allerdings zumeist nicht als Heilpflanze sondern als Unkraut.

Man sagt: Die Kraft der Sonne, die sie im Sommer aufnimmt, gibt sie im Winter an die Menschen wieder ab. Die Hauptanwendung findet sich bei Verstimmungen und nervöser Unruhe. In hohen Dosen wird Johanniskraut sogar bei leichten bis mittleren Depressionen angewendet. Da Depressionen aber nicht nur belastend, sondern auch gefährlich werden können, sollte es einzig und allein der Arzt sein, der hier über die Therapie entscheidet.

Traditionell wird die Droge auch als Tee oder Tinktur z.B. innerlich bei Menstruationsbeschwerden und äußerlich zur Wundheilung angewendet.

Hellhäutige Menschen sollten bei der Anwendung von Johanniskraut vorsichtig sein. Der Sonne ausgesetzt können sich phototoxische Reaktionen zeigen, die sich in einer größeren Sonnenbrandneigung zeigen. Auch mit verschiedenen Arzneistoffen zeigt Johanniskraut eine Wechselwirkung. So kann es z.B. die Wirkung der "Antibabypille" herabsetzen.

Legt man die Blüten des Johanniskrautes 2 Monate lang in Olivenöl oder Sonnenblumenöl ein, gewinnt man ein dunkelrotes Öl, auch Rotöl genannt. Dieses Öl wird sehr als Massagemittel bei entzündlichen Prozessen wie Hexenschuss oder Ischias geschätzt. Auf 40°C erwärmt wirkt es schmerzlindernd und entspannend. Aber auch als Hautpflegemittel bei trockener bis hin zur Neurodermitis neigender Haut findet es seine Anwendung. In der Aromatherapie dient es als Grundlage, in die verschiedene ätherische Öle eingearbeitet werden können.

Kommen sie zu uns. Wir beraten sie gerne!

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Herbstzeit-Wunderwerk Hagebutte

Hagebuttentee ist der beliebteste Früchtetee der Deutschen. Sein leicht säuerlicher Geschmack ist erfrischend und findet nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung auch bei Kindern großen Anklang.

Die Hagebutte, auch Wildrose oder Heckenrose genannt, wächst in Europa und Asien in Hecken, Gebüschen und Böschungen. Teilweise tritt sie dort wild auf oder sie wird wegen ihrer Pflegeleichtigkeit direkt angebaut. Der Hagebuttenstrauch ist meist breiter als hoch, im Hochsommer entfaltet die Hecke ihre zahlreichen weißen bis zartrosa farbenen Blüten, die es zwar an Pracht und Fülle nicht mit Zuchtrosen aufnehmen können, aber dennoch ihren ganz eigenen natürlichen Reiz haben. Bis zum Herbst reift die Heckenrose zur leuchtend roten Hagebutte heran. Diese Hagebutten kann man nun ernten, von den Kernen befreien und klein geschnitten trocknen. Da Hagebutten ziemlich wasserhaltig sind, sollte man sie an einen warmen trocknen Platz oder bei ca. 40°C und bei geöffneter Ofentür im Backofen trocknen.

Hagebutten enthalten bis zu fünfmal mehr Vitamin C als Zitronen. Ungefähr 100 Gramm frische Hagebutten beinhalten bis zu fünfhundert Milligramm Ascorbinsäure. So decken drei Tassen Tee etwa die Hälfte des täglichen Bedarfs. Weitere Inhaltsstoffe sind unter anderem Flavone, Fruchtsäure und Vitamin B-Komplexe.

Hauptanwendungsgebiet der Hagebutte sind vor allem Erkältungen und die Bronchitis. Sie dient zur Stärkung des Immunsystems (Förderung der Immunkörperbildung) und regt die Abwehrkräfte an. Wenn ein erhöhter Vitamin-C-Bedarf besteht, sind Hagebutten geradezu ideal. Mittel aus Hagebutten wirken außerdem schmerzlindernd und entzündungshemmend bei Wunden. Sie senken freie Radikale und wirken harntreibend. Aus diesem Grund wirken Hagebutten auch bei chronischen Nieren- und Blasenleiden. Durch den Gehalt an Fruchtsäuren und Pektinen wirkt ein Hagebuttentee auch leicht abführend. Dies trägt zur Ausscheidung von Giftstoffen bei. Weitere Einsatzgebiete der Hagebutte sind die Frühjahrsmüdigkeit und die unterstützende Behandlung der Osteoporose. Als Bachblüte "Wild Rose" steht die Heckenrose für die Hoffnung und Lebensfreude.

Die Frucht ist ziemlich widerstandsfähig. Ihr Vitamingehalt wird durch kochen nicht zerstört. Für eine Kanne Hagebuttentee nimmt man acht gehäufte Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Hagebutten und übergießt sie mit einem Liter heißen Wasser und lässt es zehn Minuten kochen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Sonnenwärme in Rosenblüten

In vielen Gärten, Parks und Schmuckrabatten erfreuen wir uns den Sommer über am Duft und der Schönheit unterschiedlichster Rosensorten. Ihre samtigen Blütenblätter erinnern an Stoffe, aus denen edle Gewänder gemacht werden. Einhüllend empfinden wir auch ihren süßlichen bis betörenden Geruch. Wen wundert es dann noch, dass seit der Antike die Rose zur Schönheitspflege verwendet wurde. Bäder mit Rosenblütenaufgüssen, Auszüge in Öl oder Milch sind bekannte Zubereitungen aus dem Altertum. Heute liefern wässrige, ölige und ätherische Zubereitungen, schonend und mit modernsten Verfahren gewonnen, wertvolle Grundlagen für kosmetische und pharmazeutische Produkte. Bekannt sind die duftenden Rosenöle in der Parfümerie und Kosmetik. Weniger bekannt ist die Verwendung der Rosenblütenzubereitungen in Hautcremes bei Neurodermitis, Ekzemen, trockener oder juckender Haut.

Der Haut kommt als Grenze zwischen Innen- und Außenwelt eine große Bedeutung zu. Organschwächen und -störungen, Allergien, Immunschwächen und andere Erkrankungen sowie seelische Eindrücke spiegeln sich auf der Haut wider. Redewendungen wie "das geht mir unter die Haut" drücken dies aus. Auch auf seelischer und geistiger Ebene bewegen wir uns zwischen Innen und Außenwelt, zum Beispiel beim Umgang mit anderen Menschen. Wärme erfüllt uns im Miteinander. Manchmal ziehen wir uns innerlich zurück und kapseln uns ab. Dann überwiegen Kälteprozesse, die Wärme fehlt uns bis ins Äußere. So benötigen wir auf der einen Seite eine gute Grundpflege der Haut, auf der anderen Seite einen pfleglichen Umgang mit unseren Sinneseindrücken.

Als im Sommer blühende Gewächse, die die Kraft der Sonne sammeln, vermitteln Rosen mit ihren Inhaltsstoffen der empfindlichen Haut eine wärmende und schützende Hülle.

Körperöle, Balsame, Gesichtscremes bis hin zu Deomilch, Masken und Bäder mit Auszügen aus Rosenblüten finden Sie als wertvolle Pflegeprodukte in der Apotheke. Wo die Haut bereits mit Juckreiz, Entzündung und schuppigen, trockenen Irritationen reagiert, wendet man in Rosatum-Heilsalbe ätherisches Rosenöl, kombiniert mit Geraniumöl und Kieselerde an.

Welche Harmonie spendende Wirkung das Rosenöl auf unsere Sinne hat, wissen Anhänger der Aromatherapie seit langem zu schätzen. Duftöle, Aromabäder und Massageöle bieten vielseitige Möglichkeiten. Wichtige Qualitätskriterien bei der Auswahl sind Herkunft, Anbau und Verarbeitung der Pflanzen. In der Apotheke können Sie sich auf die geprüfte Qualität unserer Produkte verlassen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Renate Stöhr


Die Brennnessel - eine vielseitig anwendbare Heilpflanze

Wem ist die Brennnessel nicht bekannt? Hat sich doch sicher schon jeder einmal an den Brennhaaren der Blätter oder Stängel gebrannt.

In Deutschland gibt es zwei Brennnesselarten und deren Hybriden, die arzneilich genutzt werden. Die große oder gewöhnliche Brennnessel (Urtica dioica) wird bis 1,5 m hoch und die kleine und zartere, aber aggressivere Urtica urens erreicht eine Wuchshöhe bis 50 cm. Beide Arten sind sehr häufig und wachsen bevorzugt in der Nähe menschlicher Behausungen in Gärten, an Zäunen, Weg- und Straßenrändern, auf Schuttplätzen und Ödland.

In den oberirdischen Teilen der Pflanze (Kraut und Blätter) kommen zahlreiche Inhaltsstoffe vor, u.a. Mineralsalze (z.B. Kalium- u. Calciumsalze, Kieselsäure), Flavonoide, Chlorophyll, Vitamine (Vitamin C im frischen Kraut) sowie Amine in den Brennhaaren. In der Wurzel ist der Gehalt an Sterolen sowie Lignanen und Gerbstoffen erwähnenswert.

Aus diesen zahlreichen Inhaltsstoffen resultieren viele unterschiedliche Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten. Verwendet werden Aufgüsse der Einzeldroge oder Teemischungen sowie andere galenische Zubereitungen. Solche Zubereitungen gibt man in Verbindung mit reichlich Flüssigkeitszufuhr zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit darf jedoch keine Durchspülung vorgenommen werden.

Brennnesselblätter werden in der Volksmedizin auch angewendet zur Anregung des gesamten Körperstoffwechsels. Sie sind daher beliebter Bestandteil von Teemischungen, die gegen Rheuma, Gicht, Galle- und Leberbeschwerden eingesetzt werden und finden sich vornehmlich in Teemischungen für die Frühjahrs- und Herbstkur. Die Verwendung der Wurzeldroge als Teeaufguss regt die Harnausscheidung an, wobei der Harnfluss erhöht und die Restharnmenge erniedrigt wird.

Die Dosierung der Teedrogen wird wie folgt empfohlen: Tagesdosis als Einteedroge 8-12 g (Blätter bzw. Kraut), Tagesdosis als Wurzeldroge 4- 6 g.

Bei unklaren Beschwerden ist zu empfehlen, dass vor jeder Therapie bzw. dem Gebrauch der Brennnesseldroge oder deren Zubereitung ein Arzt zu konsultieren ist!

In der Apotheke werden auch Fertigarzneimittel mit dem Extrakt angeboten, z.B. als Antirheumatikum oder auch als Urologikum (Einnahme bei gutartiger Prostatavergrößerung).

Ebenso sei die Anwendung der kleinen Brennnessel in der Homöopathie erwähnt. Man gebraucht Urtica urens vorwiegend in den Potenzen D2 bis D6 gegen Nesselsucht und andere Hautausschläge mit Brennen und Jucken, bei leichten Verbrennungen und Sonnenbrand (mehrmals tägl. 5 bis 10 Tropfen).

Sollten Sie noch Fragen haben, kommen Sie zu uns - wir beraten Sie gern.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Arnika - ein altbekanntes Wundheilmittel

Hildegard von Bingen war wahrscheinlich eine der Ersten, die die heilende Wirkung dieser Pflanze erkannt hat. Die Arnika besitzt viele volkstümliche Namen, wie zum Beispiel Berg-Wohlverleih, Donnerwurz, Wolfsbanner, Johannisblume. Im Kult der Sommersonnenwende spielte sie als leuchtend gelb blühende Pflanze eine Rolle. Man meinte, dass die am Johannestag (24.06.) gesammelten Blütenköpfe besonders heilkräftig sind. Die Bauern steckten am Vorabend Arnikasträuße an die Ecken ihrer Getreidefelder. Dies sollte verhindern, dass ihr Getreide vernichtet wird.

Heute zählt die Arnika (Arnica montana) zu den wichtigen Heilpflanzen. Sie ist eine aromatisch duftende mehrjährige Krautpflanze mit gelbem Blütenkopf. Sie steht unter Naturschutz. Ihre Blütezeit ist von Mai bis August. Zur Arzneimittelherstellung werden Pflanzen aus dem Feldanbau verwendet und schont so den Wildbestand. Die verwendeten Blütenköpfe enthalten ätherische Öle, Flavonoide und Sesquiterpenlactone. Diese wirken entzündungshemmend und antiseptisch.

Wegen der potentiell giftigen Wirkung sollten Arnikaauszüge in der Selbstmedikation nicht innerlich eingenommen werden!

Die Arnikapflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Deshalb können bei der äußerlichen Anwendung allergische Reaktionen, wie Juckreiz, Hautausschläge, Blasenbildung und allergische Kontaktekzeme auftreten.

Die Auszüge von Arnikablüten werden äußerlich bei Distorsionen, Prellungen, Quetschungen, Hämatomen und rheumatischen Gelenkbeschwerden verwendet. Bei nicht offenen Wunden benutzt man Arnikatinkturen als Wundheilmittel, z.B. bei Entzündungen als Folge von Insektenstichen. Die Tinkturen oder auch Cremes verwendet man als Einreibung oder auch in Form von Umschlägen. In der Homöopathie gilt Arnika als wichtiges Wundheilmittel. Es wird bei stumpfen Verletzungen angewendet, nach Operationen zur Beschleunigung der Heilung, bei Zahnextraktionen und während der Entbindung. Arnika-Potenzen werden vom Homöopathen auch bei Beschwerden des Herz-Kreislauf-System und des Stütz- und Bewegungsapparates angewandt.

Wir beraten Sie gern! Besuchen Sie uns.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke


Von der griechischen Mythologie zur Neuzeit

Heute möchte ich Ihnen einen Einblick in eine interessante aber auch gefährliche Pflanzenwelt gewähren, denn neben den Heilpflanzen gibt es Giftpflanzen, die trotz alledem in der Heilkunde ihren Platz gefunden haben.

Eine davon ist die Atropa belladonna – schwarze Tollkirsche – ein Nachtschattengewächs mit glockigen Blüten, die außen braunviolett, innen schmutzig gelb und purpurrot geädert sind. In der Fruchtreife breiten sich diese Blüten aus und jede umschließt eine Frucht, eine etwa kirschgroße, schwarzglänzende, saftige Beere. Wegen der starken Giftwirkung der Beeren und deren Ähnlichkeit mit einer Kirsche erhielt die Pflanze den Namen Tollkirsche, obwohl sich die Beeren niemals ins Rote färben sondern vom Grünen gleich ins Schwarze.

Die Gattung Atropa ist nach Atropos benannt. Sie ist diejenige der Schicksalsgöttinnen, die den Lebensfaden in der griechischen Mythologie durchschneidet. Der Beiname bella donna (ital. schöne Frau) rührt eher aus dem 16ten Jahrhundert, als sich die Frauen den Wirkstoff Hyoscyamin in die Augen träufelten, sich die Pupillen erweiterten und den Augen ein dunkles glänzendes Aussehen verlieh. Die damit verbundene Sehstörung wurde für die Schönheit gern in Kauf genommen. Die Wahnzustände, die bei höherer Dosis auftreten, brachten oft die erwünschte Bestätigung des Hexenverdachts.

In der heutigen Zeit wissen wir, dass die Pflanze vor allem in den Blättern und Früchten die Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin enthält. Beide wirken in erster Linie krampflösend. Aus dem Hyoscyamin entsteht das Atropin, welches äußerlich als Augentropfen in der Augendiagnostik angewendet wird. Scopolamin wird in umgewandelter Form in Tabletten und Zäpfchen verarbeitet, die gegen Krämpfe des Magen-u. Darmtraktes, der Galle und der Blase erfolgreich eingesetzt werden. Diese Darreichungsformen sind in unserer Apotheke ohne Rezept erhältlich. Aber nicht nur in der Allopathie sondern auch in der Homöopathie findet sie ihre Anerkennung. So kann man Belladonna in den verschiedensten Potenzen gegen Kopfschmerzen, Fließschnupfen und Heuschnupfen anwenden. Wir beraten Sie gern näher zu diesem Thema.

Ihre Goethe- und Burgaupark-Apotheke.

Jeannine v. Kriegstein
PTA


Ein stark giftiges Hahnenfußgewächs mit großer Heilkraft

Sein hoher, aufrechter Wuchs mit den dunkelblauen Blüten macht die Staude im August und September zu einer imposanten Erscheinung in manchen Gärten. Als Wildpflanze bevorzugt sie spezielle Höhenlagen, Mittelgebirge und Bachläufe. Die Rede ist vom Blauen Eisenhut oder Sturmhut, botanisch Aconitum napellus.

Stürmisch, plötzlich auftretend, wie mit Messern schneidend oder stechend sind auch die Krankheitszustände, die man mit Aconitum auf homöopathische Art behandelt. Und nur in dieser Form ist er uns Menschen zuträglich, da er zu den stärksten Giftpflanzen zählt. Wann gibt es nun in unserem Körper stechende, plötzlich einschießende Schmerzen? Meistens dann, wenn Nervengewebe beteiligt ist. Nerven können gereizt, entzündet oder eingeklemmt sein. Diese Leitbahnen mit schneller Informationsübertragung können unseren Körper sehr schnell daran erinnern, wenn es ihnen nicht gut geht. Wer kennt nicht Zahn- oder Ohrenschmerzen, Ischias, Hexenschuss, Gürtelrose oder Trigeminusneuralgie? Auch Unruhe, Angst bis hin zu Todesangst und Schock als plötzlich auftretende Seelenzustände sind ein Einsatzgebiet von Aconitum.

Nun werden sich aufmerksame Leser von Beipackzetteln wundern, warum sie Aconitum in homöopathischen Erkältungsmitteln wiederfinden. Auch hier gilt die Regel: alle plötzlich auftretenden Beschwerden wie heftiges hohes Fieber eventuell noch ausgelöst durch kalten Windzug, werden mit Aconitum behandelt.

In welcher Form ist nun der Eisenhut in der Apotheke erhältlich? Zur lokalen Anwendung gibt es Aconit- Ohrentropfen und –Schmerzöl. Das Schmerzöl ist gleichzeitig ein hervorragendes Massageöl, wenn es sich um Verspannungen handelt, da es noch Campher und Lavendel enthält. Zur innerlichen Anwendung stehen die bewährten homöopathischen Formen wie Globuli, Tabletten oder Dilutionen zur Verfügung. Eine Reihe von homöopathischen Komplexmitteln darunter auch Fieberzäpfchen für Kinder runden das Angebot ab.

Lassen Sie sich beraten, wir Mitarbeiter in der Goethe- und Burgaupark-Apotheke freuen uns auf Sie.

Renate Stöhr
Pharmazieingenieurin


Die Heilpflanze Salbei - der ideale Helfer bei Halsschmerzen

Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler. Sein wissenschaftlicher Name ist Salvia officinalis. Die Gattungsbezeichnung „Salvia“ ist vom lateinischen Wort „salvare = heilen“ abgeleitet. Um die Teedroge zu gewinnen, nimmt man nur die Blätter der Pflanze, die vor der Blütezeit (Mai bis Juli) geerntet und danach getrocknet werden. Außerdem stellt man industriell aus Salbei ethanolische Zubereitungen, ätherisches Öl sowie Kombinationen mit anderen Inhaltsstoffen her.

Die Hauptwirkstoffe des Salbeis sind die ätherischen Öle Thujon sowie in geringeren Mengen Cineol und Kampfer. Weiterhin sind Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide enthalten. Aus der großen Anzahl von Inhaltsstoffen resultieren viele Wirkungen, die speziell auf die Schleimhäute (Mund- und Rachenraum) Einfluss nehmen. Durch die adstringierende, entzündungshemmende, Bakterien abtötende und auf Pilze und Viren wachstumshemmende Wirkung ist Salbei die ideale Heilpflanze gegen Halsschmerzen.

Zur Anwendung kommen Aufgüsse von Tee zum Gurgeln oder Trinken. Auch Tinkturen in Wasser verdünnt oder Pinselungen mit salbeihaltigen Flüssigkeiten werden verwendet. Außerdem kann man mit Salbeipräparaten als Lutschpastillen und Bonbons die Schleimhäute befeuchten und somit auch tiefere Rachenregionen erreichen. Hierbei wird der gute Geschmack des Salbeis sehr angenehm empfunden. Darüber hinaus setzt man Salbeizubereitungen auch als schweißtreibende Medikamente ein. Bei Lippenherpes entfaltet Salbei in Kombination mit Rhabarberextrakt (als Creme) eine heilende Wirkung.

Salbei gehört zu den Teedrogen, die nicht für den Dauergebrauch als Haustee geeignet sind. Man soll ihn nur kurzfristig bei Bedarf anwenden. Während einer Schwangerschaft und Stillzeit soll reines Salbeiöl wegen des hohen Thujongehaltes nicht eingenommen werden.

Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie zu uns - wir beraten Sie gern.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Christine Zöphel
Pharmazieingenieurin


Quecksilber – ein ständiger Begleiter

Quecksilber ist ein flüssiges Metall, welches schon länger der Menschheit bekannt ist. Es gehört zu den sieben Metallen des Altertums. Bereits 4000 v.Chr. war es den Menschen unter den Namen flüssiges Silber bekannt. Im Mittelalter galt das Quecksilber als die Mutter der Metalle und man glaubte, dass es sich leicht in Gold umwandeln ließe. Im 16.Jh. verwendete Paracelsus dieses Metall erstmals für medizinische Zwecke.

Quecksilber (Hg) wird fast ausschließlich aus Zinnober, also dem Quecksilbersulfid, gewonnen. Die Tatsache, dass Quecksilber ein starkes Gift ist, wurde schon frühzeitig z.B. bei Minenarbeitern im Harz erkannt. Allerdings muss man Vergiftungen durch Quecksilber unterscheiden. Es gibt die Vergiftung durch Quecksilbersalze mit dem Ion Hg2+, bei dieser spielt die akute Toxizität eine große Rolle. In früheren Zeiten wurden quecksilberhaltige Arzneimittel in größerem Umfang eingesetzt, wodurch es recht häufig zu Vergiftungen kam. Chronische Wirkungen wurden oftmals bei Hutmachern festgestellt, die zur Hutfilzherstellung Quecksilberverbindungen benutzten. Die Erkrankung äußerte sich meistens in nervösen Störungen wie Zittern. Als zweites gibt es die Vergiftung durch Methylquecksilber. Diese organische Verbindung besitzt eine hohe Fettlöslichkeit und kann sich aufgrund dessen im ganzen Körper verteilen und anreichern. Die dritte Vergiftung geschieht durch das metallische Quecksilber, welches z.B. im Thermometer vorkommt. Durch ein zerbrochenes Thermometer kommt es zum Verdampfen des Quecksilbers und kann dann über die Atemluft aufgenommen werden. Kopfschmerzen, Zahnfleischbluten und Schädigung des Nervensystems sind nur einige Vergiftungssymptome, wenn das inhalierte Quecksilber sich im menschlichen Körper angesammelt hat.

Vielleicht haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema oder ein altes quecksilberhaltiges Thermometer zu Hause. Wir tauschen dieses gern in ein Neues um und entsorgen fachgerecht das Alte. Trauen Sie sich! Wir freuen uns, Ihnen dabei behilflich zu sein.

Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Jeannine v. Kriegstein
PTA


Das Couch-Potatoes-Syndrom

Leider erkranken immer mehr Menschen an den Folgen von Übergewicht oder von Fettleibigkeit. Sicher haben Sie schon einmal vom Couch-Potatoes-Syndrom gehört. Couch-Potatoes sind Menschen, die lieber auf ihrem Sofa (engl. Couch) liegen, als sich zu bewegen. Potatoes (engl.) sind Kartoffeln. Fehlernährung, verbunden mit Bewegungsmangel, führen zu Übergewicht bis hin zur Fettleibigkeit. Bei der Fettleibigkeit hat sich im Körper zuviel Fettgewebe angesammelt.

Das Übergewicht entsteht, wenn die Balance zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch nicht ausgewogen ist. Also wenn die Energiezufuhr durch fett- und zuckerreiche Ernährung, den Energieverbrauch, durch mangelnde Bewegung, übersteigt. Es gibt auch psychische Faktoren: Zum Beispiel Einsamkeit und Frustration werden durch Essen kompensiert. Auch organische Erkrankungen sind möglich. Eine Schilddrüsenunterfunktion oder Störungen des Kortisonhaushaltes wären hier zu nennen.

Durch Übergewicht können viele Beschwerden auftreten, die bis zu krankhaften Veränderungen führen können. Kurzatmigkeit und Atemnot sind eine Folge. Eine verstärkte Schweißneigung kann auftreten. Durch das Übergewicht erfolgt eine höhere Belastung der Gelenke, vor allem der Knie und des Rückens. Herzerkrankungen, erhöhter Blutdruck, Arterienverkalkung, erhöhte Blutfettwerte und Beinvenenthrombosen sind nur einige der Erkrankungen die als Folge des langfristigen Übergewichts häufiger auftreten als bei Normalgewicht.

Zur Bestimmung des Schweregrades des Übergewichtes bedient man sich des Body-Mass-Index (BMI). Den BMI-Wert errechnet man aus der Körpergröße und dem Körpergewicht. Ab einem BMI über 25 muss man unbedingt abnehmen und sicher auch seinen Lebensstil ändern. Erwiesen hat sich auch, dass Taillenfett gefährlicher ist als der so genannte Hüftspeck.

Die Behandlung des Übergewichtes erfolgt durch Kalorienreduktion und durch eine Diätberatung. Für den langfristigen Erfolg sind die Ernährungsumstellung und die Steigerung der körperlichen Aktivitäten sehr wichtig. Medikamente und chirurgische Maßnahmen können ein letzter Ausweg sein.

Wir, das Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke, beraten Sie auch gern zu diesem Thema. Besuchen Sie uns!
Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Dipl. pharm. Gunilla Claus-Bartsch
Apothekerin


Lavendel - das duftende Nervenkraut

Wer denkt bei Lavendel nicht an duftende Kräuterrabatten in alten Kloster- oder Bauerngärten, an den gerade verbrachten Urlaub in der Provence oder das Lavendelsäckchen daheim, welches noch lange seinen Duft verströmt, auch wenn die Blütenernte weit zurück liegt. Doch nicht nur der Duft des Lavendels betört. Seit dem Mittelalter bekannt ist seine Verwendung als Heilpflanze. Man erkannte schon zu jener Zeit die beruhigende Wirkung bei nervöser Erschöpfung und Verspannungen.

Der Echte Lavendel (LAVANDULA ANGUSTIFOLIA ) gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Seine Blüten werden in der Apotheke arzneilich verwendet. Nur 1-3 % ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Linalool und Linalylacetat sind in den Blüten enthalten. Gewonnen wird das Öl durch Wasserdampfdestillation. Vom kultivierten Echten Lavendel stammt die Handelssorte „Lavendel fein“, vom wild gesammelten Berglavendel die Handelssorte „Lavendel extra“. Diese kontrollierte Qualität findet sich in vielen Zubereitungen der Apotheke wieder. Bei Magen-Darmbeschwerden mit Blähungen gibt es die innerliche Anwendung mit Carmol-Tropfen. Äußerlich nutzt man verschiedene Öle zu Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden und Verspannungen. Zu nennen sind Dolo-Cyl-Öl, Solum-Öl und Aconit Schmerzöl. Eine Reihe medizinischer Badezusätze zur Entspannung enthalten Lavendelöl, ebenso die Herzsalbe Aurum/ Lavandula, die bei nervösen Herzbeschwerden angewendet wird.

Bereitet man sich einen Teeaufguss, gibt man 150 ml kochendes Wasser auf 1-2 Teelöffel Lavendelblüten. Inzwischen gibt es auch von der Firma Sidroga einen reinen Lavendeltee in ausgezeichneter Filterbeutelqualität. Trinkt man diesen vor dem Schlafengehen, bewirkt er einen ruhigen, entspannten Schlaf.

Füllt man die Blüten in ein kleines Kissen und legt es in Kopfkissennähe, wirkt das gleichfalls beruhigend. Ebenso kann man das reine Öl auf einem Duftstein im Raum verdunsten lassen. Besonders Hebammen schätzen die Wirkung des Lavendels bei unruhigen Säuglingen. So gibt es speziell für Säuglinge einen Badezusatz mit Lavendelöl.

Möglichkeiten für die Anwendung von Lavendel gibt es viele. Erfreulich dabei ist, dass so viel altes Heilwissen bis in die heutige Zeit überdauert hat. Und nicht zuletzt erinnert der Duft an manchen schönen Urlaubstag.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Ihr Team der Goethe- und Burgaupark- Apotheke

Renate Stöhr
Pharmazieingenieurin


Gepflegte Füße

Unsere Füße sind in der warmen Jahreszeit ständig im Blickpunkt. Da wünscht sich wohl jeder, dass sie gepflegt und gesund aussehen. Kein Problem, vorausgesetzt, die Füße werden bei der täglichen Körperpflege nicht vergessen, schließlich tragen sie uns im Laufe unseres Lebens etwa viermal um die Erde.

Ein schönes Fußbad entspannt, reinigt und erweicht Nägel und Haut. Damit diese jedoch nicht aufquillt und keine Mikroorganismen eindringen, sollte das Bad nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern. So werden nur oberflächliche Verhornungen aufgeweicht. Das Wasser darf nicht zu warm sein, eine Temperatur von 38°C sollte nicht überschritten werden. Die nach dem Bad erweichte Hornhaut lässt sich nun mit einer Hornhautraspel oder -feile leicht entfernen.

Normalerweise reicht es, wenn man dies einmal pro Woche macht, bei starker Hornhautbildung kann es auch zwei- bis dreimal nötig sein. Für sehr hartnäckige und feste Hornhaut gibt es Hornhauthobel, die sie mittels Rasierklinge abschälen. Doch Vorsicht: Bei falscher Handhabung oder mit zuviel Druck kann es zu tiefen Schnittwunden kommen.

Die Haut der Füße besitzt nur sehr wenig Talgdüsen, an den Fußsohlen fehlen sie sogar ganz. Deshalb kann der tägliche Feuchtigkeitsverlust nur schwer ausgeglichen werden. Darum gehört zur Pflege auf jeden Fall eine Fußcreme. Sie sollte fettreich sein und über Feuchtigkeit bindende Substanzen, wie beispielsweise Harnstoff, verfügen. Es gibt zahlreiche Anbieter für Fußcremes mit dem sehr gut wirkenden und altbewährten10% Urea (lat. Harnstoff) die alle optimal pflegen und die Fußhaut zart und geschmeidig halten.

Zur kurzzeitigen Anwendung bzw. Beseitigung von Hornhaut kann man auch auf eine Harnstoffsalbe mit bis zu 18% zurückgreifen. Die neuste Entwicklung auf dem Markt sind die Schaumsprays mit 10% Urea. Hier hat man den entscheidenden Vorteil, dass diese nicht kleben und man keinen Fettfilm verspürt. Er zieht schnell ein, so dass die Strümpfe sofort wieder angezogen werden können.

Spätestens alle drei bis vier Wochen müssen die Nägel mit einer Nagelschere geschnitten werden. Sie sollten relativ gerade geschnitten und dann mit einer Nagelfeile leicht abgerundet werden, damit die Ränder nicht einwachsen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen noch einen tollen Sommer und würden uns freuen, wenn Sie Ihre Füße zu uns in die Goethe- oder die Burgaupark-Apotheke tragen.

Elisa Görgens


„Rien ne va plus“ – „Nichts geht mehr!“

Ich habe mich gefragt, wie man ein Thema, wie das der Obstipation im Allgemeinen und der Reiseobstipation im spezifischen an den Mann und die Frau bringen kann, ohne dabei den Faden zu verlieren.

Am besten fange ich damit an, was eine Obstipation ist. Es handelt sich dabei um eine akute oder chronische Verstopfung, die durch mangelnde oder fehlende Peristaltik des Darmes zustande kommt.

Ursachen hierfür gibt es viele, es können unter anderen krankhafte Veränderungen des Darmes sein, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Fehlernährung oder Stoffwechselstörungen.

Wie viele von Ihnen nehmen eigentlich Medikamente ein und wissen nicht, dass die Verstopfung, an der Sie leiden, evtl. von Ihren Medikamenten ausgelöst wird. Das können starke Schmerzmittel, Antidepressiva oder Diuretika sein. Hier gibt es Lactulose oder Macrogol, die auf sanfte Art den Stuhlgang in Bewegung bringen.

Wann kann man überhaupt von einer Obstipation sprechen? Dazu sollten Sie wissen, dass eine vollständige Darmpassage des Speisebreis bis zu 30 Stunden oder länger dauern kann und dabei unterliegt der Stuhlgang zeitlich starken Schwankungen. Somit wäre erklärt, warum manche Menschen 3mal täglich und manche nur einmal in der Woche die Toilette aufsuchen müssen. Alles, was in diesem Zeitraum liegt, ist normal und erst danach kann man von einer Verstopfung ausgehen.

Eine plötzlich auftretende Obstipation während einer Reise kann Folge einer Umstellung der Umgebung und der Ernährung sein. Meistens tritt sie zu Beginn der Reise ein und Frauen leiden mehr darunter als Männer. Der Körper reagiert mit einer vorübergehenden Darmträgheit, die sich nach einigen Tagen wieder normalisiert. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es gut verträgliche Wirkstoffe wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat, die beide erst im Dickdarm wirken. Die Wirkung tritt innerhalb von 8-10 Stunden ein. Eine Alternative bieten die Füll-u.Quellstoffe, wie Leinsamen oder indischer Flohsamen. Diese haben ein hohes Wasserbindungsvermögen und halten den Stuhl weich.

Wir freuen uns, Sie beraten zu können. Ihr Team der Goethe- und Burgaupark-Apotheke

Jeannine von Kriegstein
PTA


Von Zink und Lungenkraut - allergische Reaktionen abmildern

Für Allergiker, die auf Blütenpollen reagieren, hat in diesem Jahr die Saison bereits sehr früh begonnen. Hasel, Erle und Weide schmückten sich schon ab Januar mit ihren Blüten. Betroffene beklagen in der Apotheke die jährlich neu zu behandelnden Beschwerden und die starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Welchen Rat der Patient in der Apotheke bekommt, hängt von der Art seiner Beschwerden ab. Die antiallergische Wirkstoffpalette reicht von Tabletten zur einmal täglichen Einnahme, wie beispielsweise Cetirizin und Lorano über Augen- u. Nasentropfen.

Was jedoch weniger bekannt ist, Allergiker haben oft Zinkmangel. Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement des menschlichen Organismus. Eine Unterversorgung äußert sich in Infektanfälligkeit, verzögerter Wundheilung, brüchigen Nägeln, Haarausfall und der Verstärkung der allergischen Symptomatik. Allergikern wird deshalb im Rahmen einer antiallergischen Basisbehandlung begleitend die Einnahme von Zink empfohlen. Dies kann man in Form von Brausetabletten, Kapseln oder den neu entwickelten Micropellets ergänzen. Die Einnahme erfolgt nur einmal täglich.

Wer die Möglichkeit einer naturnahen Behandlung sucht, wird mit dem indischen Lungenkraut (Adhatoda vasica) fündig. In einer Studie belegten Wissenschaftler eine ausgeprägte Hemmung von allergischen Reaktionen an menschlichen Atemwegsepithelzellen. Bei 76% der Patienten wurde eine Verbesserung des Beschwerdebildes beobachtet, die Hälfte der Patienten war unter Gabe der Tropfen beschwerdefrei oder hatte nur noch geringe Restsymptome.

Und für Freunde der Globuli, aus der homöopathischen Behandlung, gibt es noch drei wichtige Vertreter zu nennen:

  • Galphimia glauca bei häufigem Niesen, Tränenfluss, stark wässriger Nasensekretion und Juckreiz
  • Luffa operculata bei verlegter Nasenatmung, angeschwollenen Nasenschleimhäuten mit Neigung zu Sinusitis
  • Acidum formicicum bei erschwerter Atmung, Luftnot, Heuschnupfen legt sich auf die Bronchien, meist wenig Schleimabsonderung. Acidum formicicum ist ein wichtiges Allergiemittel in der Homöopathie, weil es auch als sogenanntes Umstimmungsmittel, also zur Behandlung der überschiessenden Immunreaktion angewandt wird.

Lassen Sie sich die schöne Frühlingszeit nicht verdrießen, wenn die Natur ihre "Botenstoffe" aussendet. Wir in der Goethe- und Burgaupark-Apotheke können Ihnen hilfreiche Tipps und Arzneien zur Verfügung stellen.

Renate Stöhr
Pharmazieingenieurin

 
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